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Tagebuch

Fire

Fire war ein ausgewachsener Mauersegler der Probleme mit der Verdauung hatte und aus eigener Kraft nicht mehr fliegen konnte. Er wurde mir am Sonntag den 06.07.2014 von der Feuerwehr Gütersloh vermittelt, daher auch der Name Fire. Sie hatten ihn von Passanten bekommen und waren durch Zufall auf meiner Homepage gelandet. Schön das die Internetseite schon ein par Seglern geholfen hat.
Fire auf dem HandtuchFire war von Anfang an sehr agil und wirkte fit. Sein Gefieder sah gepflegt aus und er schien insgesamt gesund. Er krallte sich immer sehr stark fest…typisch Mauersegler eben. 😉 Auffällig war sein dünner Kot. Wir versorgten ihn mit viel Wasser, da er ja scheinbar Durchfall hatte und anschließend gab ich ihm ein paar Heimchen, die er anfangs nur widerwillig aufnahm.

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BENJAMIN

Benji schlafendBenjamin wurde mir am 04.07.2014 um 15.30 Uhr von einer Bekannten zu mir gebracht. Sie rief vorher an und war so lieb mir gleich ein paar von den kleinsten Heimchen mitzubringen. Doch wichtiger als Nahrung war in diesem Moment Wasser! Es war sehr warm draußen und keiner von uns wusste wie lange er in dieser Hitze gesessen hatte. Ich hatte eine kleine Plastikspritze mit Wasser vorbereitet und nachdem ich ihn in das zurechtgelegte Nest gesetzt hatte, flößte ich ihm damit etwas Flüssigkeit ein. Es war keine große Mühe nötig, denn als er den ersten Tropfen an seinem Schnabel spürte trank er ununterbrochen Tropfen für Tropfen von der kleinen Spritze ab. Als er einige Milliliter aufgenommen hatte fing er an sich auszuruhen. Er machte die Augen zu und brauchte eine Pause. Wir gewährten ihm diese Pause und zogen uns zurück. Was dieser kleine Mauersegler wohl erlebt hatte? Auf jeden Fall war er sehr geschafft…

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Little WHITY

Little Whity auf der Hand->hier gehts zur Vorgeschichte
Am Telefon gab ich erste Anleitungen zu dem kleinen Segler. Wie er in den Hausflur gekommen war konnten sich meine Bekannten nicht erklären. Sie versuchten also ob er schon fliegen konnte, was nicht der Fall war und gaben ihm dann etwas Wasser. Im Anschluss machten sie sich direkt auf den Weg zu mir.

Der kleine Mauersegler war schwach und hatte deshalb die Augen die meiste Zeit geschlossen. Ich gab ihm nochmals etwas Wasser und dann fing ich wie gewohnt zu füttern an. Natürlich gab ich ihm nicht so viele Heimchen wie den ausgewachsenen Mauerseglern. Er fraß und danach machte er erstmal Pause. Er war sehr erschöpft. Wir vermuteten, dass er aus dem Nest geflüchtet war weil seine Eltern nicht genug Futter bringen konnten. Das Jahr 2012 war für Mauersegler, wie auch für andere Vögel schwierig. Sie fanden nicht genug Futter oder ließen ihre Kinder längere Zeit allein im Nest, während sie die Schlechtwetter-Fronten umflogen.

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KRALLE

 KralleKralle saß wohl in einem Busch nahe dem Boden und machte keine Anstalten weg zu fliegen als Menschen kamen. Sie versuchten ob er fliegen konnte, was jedoch nicht der Fall war. Also entschieden sie ihn zu päppeln. Jedoch nahm er nach einigen Tagen überhaupt keine Nahrung mehr auf und sie bekamen Angst, dass er sterben könnte. Aus diesem Grund kam er zu mir. Nun hatte ich zwei ausgewachsene Mauersegler. Pico ging es besser als Kralle, was sich auch am Gefiedern zeigte.  Kralle hatte immer wieder Kot im Gefieder obwohl ich mich bemühte die Klopapierlagen sofort auszutauschen, aber er lief immer sofort dadurch.

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PICO

Pico nah

Pico war ein ausgewachsener Mauersegler der in Gütersloh gegen das Theater geflogen ist und danach nicht mehr fliegen konnte. Zum Glück wurde er von aufmerksamen Passanten gefunden und nachdem sie ihn einige Tage aufgepäppelt hatten von Bekannten zu mir gebracht. Das war am 05.07.2012. Es hieß er würde keine Nahrung aufnehmen. Aus diesem Grund flößte ich ihm zuerst etwas Wasser ein und fing dann mit den kleinsten Heimchen, die in den Packungen vorhanden waren, an. Die Heimchen hatten die Bekannten schon gekauft und mir mitgegeben. Mit der Methode, die ich durch den kleinen Swift gelernt habe, klappte die Nahrungsaufnahme gut. Das Füttern machte ich im Allgemeinen draußen (auch damit keine Heimchen entwischen und durch die Wohnung hüpfen konnten :D). Ein Spatzenweibchen beobachtete die Fütterung jedes Mal sehr aufmerksam.

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SWIFT

Swift

Swift war der erste Mauersegler den ich aufgezogen habe. Ein aufmerksames älteres Ehepaar hat den Kleinen in dem Garten unterhalb ihres Balkons gefunden. Sie wussten auch wo das Nest der Mauersegler ist, nämlich unterhalb der Dachpfannen in einem kleinen Schlupfloch. Gefunden wurde er am 11.07.2010. Ich und mein Freund Thomas hatten nach unserem Abitur viele Wochen frei und daher Zeit einen kleinen Vogel aufzuziehen.  Abgeholt und mitgebracht hat den kleinen Swift mein Stiefvater, der im Kreis Gütersloh einer der Ansprechpartner für gefundene Tiere ist. Er hat mir kurz erklärt wie man einen kleinen Vogel füttert und ihm etwas zu trinken einflößt. Danach haben wir den kleinen Vogel übernommen und ihn Swift getauft.

Swift jung auf der HandEr war noch sehr klein und jung als er zu uns kam, wie ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Er war noch sehr, wie ich sagen würde, plüschig :). Seine Federn waren alle noch im Anfangsstadium und er sah alles in allem etwas unbeholfen aus. Mir fiel es am Anfang auch sehr schwer die große Pinzette so weit in den kleinen Vogel zu stecken. Damit ich sicherer wurde brauchte der kleine Vogel auf meinen Schoß  einen Namen. „Swift“ ist der englische  Begriff für Mauersegler. Es ist zwar nicht der originellste Name, da ja alle Mauersegler auch Swifts sind, aber passte zu dem ersten Mauersegler dem ich versuchte zu helfen.

Swift war nun Mittelpunkt in meinem und in dem Leben meines Freundes, da er alle zwei Stunden in der Zeit von 7 bis 22 Uhr gefüttert werden musste.

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Einleitung

In meinem Tagebuch könnt ihr etwas mehr über die Mauersegler erfahren, die ich bis jetzt aufgezogen und aufgepäppelt habe. Es sind persönliche Geschichten, aus denen ihr noch weiteres über die Aufzucht von Mauerseglern lernen könnt. Außerdem zeigen sie die Einzigartigkeit und die Faszination jedes einzelnen Mauerseglers und sollen euch Mut machen einen gefundenen Vogel zu versorgen, wenn er nicht mehr zurück in sein Nest gebracht werden kann.

Viel Spaß mit meinen kleinen Geschichten!

Ich beim Freilassen von Little Whity