BENJAMIN

Benji schlafendBenjamin wurde mir am 04.07.2014 um 15.30 Uhr von einer Bekannten zu mir gebracht. Sie rief vorher an und war so lieb mir gleich ein paar von den kleinsten Heimchen mitzubringen. Doch wichtiger als Nahrung war in diesem Moment Wasser! Es war sehr warm draußen und keiner von uns wusste wie lange er in dieser Hitze gesessen hatte. Ich hatte eine kleine Plastikspritze mit Wasser vorbereitet und nachdem ich ihn in das zurechtgelegte Nest gesetzt hatte, flößte ich ihm damit etwas Flüssigkeit ein. Es war keine große Mühe nötig, denn als er den ersten Tropfen an seinem Schnabel spürte trank er ununterbrochen Tropfen für Tropfen von der kleinen Spritze ab. Als er einige Milliliter aufgenommen hatte fing er an sich auszuruhen. Er machte die Augen zu und brauchte eine Pause. Wir gewährten ihm diese Pause und zogen uns zurück. Was dieser kleine Mauersegler wohl erlebt hatte? Auf jeden Fall war er sehr geschafft…
Ich mit BenjiNachdem er einige Zeit zur Ruhe kommen konnte nahm ich ihn heraus um ihn zu wiegen und ein paar kleine Heimchen zu geben. Dabei bemerkte ich, dass er ein ganz schönes Bäuchlein hatte, er schien gut im Futter zu sein. 😀 Die Waage bestätigte dies: 44g. Es scheint ein gutes Jahr für unsere lieben Segler zu sein.
Die ersten beiden Heimchen schluckte er gut. das Dritte war schwierig. Er nahm es auf, schluckte aber nicht. Ich half mit etwas Wasser nach und entschied mich ihm weiterhin Ruhe zum Schlafen zu geben. Vorher sah ich mir sein Bäuchlein noch einmal genauer an und massierte es etwas, in der Hoffnung, er würde koten. Es half und seine Verdauung schien in Ordnung zu sein.Benji auf dem Nest wach
Im weiteren Verlauf des Tages ließ ich ihn mit kleineren Unterbrechungen schlafen. Er bekam in kleineren Abständen Wasser von mir und ich versuchte es auch noch zweimal mit Heimchen, jedoch mehr als drei Heimchen mutete ich ihm nicht zu. Er blieb den ganzen Tag müde, öffnete aber immer häufiger seine Augen und wurde munterer. Auch seine Verdauung blieb unauffällig. Ich ging hoffnungsvoll zu Bett…

Benji wird gefüttertBenji war am nächsten Tag hellwach und wirkte viel erholter als den Vortag. Er schien keine Verletzungen zu haben und war fit. Einzige Auffälligkeit war, dass er ca. drei Gramm abgenommen hatte. Beim Füttern mussten wir uns erst einmal aneinander gewöhnen, aber das ist bei jedem Mauersegler so. Man darf nur nicht verzweifeln und immer, wenn auch mit Pausen, dran bleiben. 😉
Benjamin war besonders am ersten Tag sehr schreckhaft. Bei jeder Berührung zuckte er zusammen. Dies wurde immer besser und er Benji wird gekraultschien sich an mich zu gewöhnen. Dennoch war seine Lieblingsbeschäftigung das Verstecken. Ähnlich wie Whity krabbelte er überall rein und suchte die Enge. Wenn er nicht in einem leichten Tuch schlief lag er so in seinem Nest, dass sein Köpfchen leicht nach oben lag. Dies schien besonders angenehm für ihn zu sein. Dadurch, dass er sich mehr und mehr an mich gewöhnte konnte er auch die Vorteile genießen: Das Kraulen und die sanften Streicheleinheiten. Er schloss die Augen und war ganz ruhig.
Benji hatte noch einige Federn, die in Spelzen eingepackt waren. Diese bearbeitete er bei seinen sorgfältigen Pflegeeinheiten. Wirklich schön es zu beobachten! 🙂 Niedlich waren auch seine ersten Flugübungen, die von seiner guten Entwicklung zeugten. Nur weiter so Benji!

Benji im Gras und guckt

 

Das Gewicht hatte sich in den nächsten Tagen bei 38 Gramm eingependelt und ich hatte ein gutes Gefühl. Er fraß ganz ordentlich und wir waren zu einem tollen Team zusammengewachsen. Vor jeder Nahrungsgabe fing Benji an sich ausgiebig zu strecken. Erst der eine Flügel, dann der andere und danach beide Flügel nach oben. 🙂

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