Currently browsing

April 2013

Die Boten des Sommers sind da!

Gerade habe ich meine ersten Mauerseglersichtungen dieses Jahr gemacht! Also genauer gesagt am Sonntag den 28.04.2013 um ca. 12.10 Uhr. Sie flogen in Sichtweite von unserem Haus, erst weiter entfernt, dann auch näher. Es waren ungefähr vier oder fünf die ich sehen konnte. Was für ein Zufall, dass ich gerade heute Morgen die Einfluglöcher des Kastens über meinem Fenster geöffnet  habe. Ich hatte sie mit alten Waschlappen zu gestopft, damit erst einmal keine anderen Vögel dort ihre Nester bauen können. Die haben nämlich auch genug andere Nistmöglichkeiten an unserem Haus. 😉

Zusätzlich habe ich noch eine CD mit so genannten „ Antwortrufen“ von Mauerseglern abgespielt. Diese Rufe sollen helfen, die Mauersegler anzusiedeln. Mal sehen ob es funktioniert…

Jetzt kreist ein großer Greifvogel über unserem Garten und die Mauersegler sind somit erst einmal verschwunden….

Mauersegler treffen jedes Jahr  ab Mitte April in Deutschland ein. Im Süden schon ab dem 18. April und bei uns im Norden sagt man, dass sie spätestens ab dem ersten Mai anzutreffen sind. Auch dieses Jahr sind sie wieder zuverlässig. Erste Sichtungen gab es im Internet schon  ab dem 18. oder 19. Mai.

Jetzt kann es losgehen, denn die Boten des Sommers sind da!♥

Specki ist wieder da!!

Letztes Jahr besuchte mich beim Füttern des Mauerseglers Pico immer ein Spatzenweibchen. Sie wurde durch die Heimchen bzw. Mehlwürmer angezogen und beobachtete die Fütterung aus einer immer näheren Position, bis sie dann neben dem Mauersegler auf meinem Schoß saß. Sie zog ihre Jungen anscheinend alleine auf und war froh über das ein oder andere Heimchen bzw. über den einen oder anderen Mehlwurm (natürlich auch ohne Kopf). Natürlich bekam sie nicht viele, auch damit sie sich nicht auf die Zufütterung verlassen konnte. Ich nannte das Spatzenweibchen Scherzes halber Specki.

Specki und Pico

Jetzt ist Specki wieder da! Naja oder ich bin einfach durch das schöne Wetter länger im Garten, sodass ich auf Specki aufmerksam werde.  Ich war vor ein paar Tagen mit meinem Hund im Garten als sich ein Spatzenweibchen immer näher an uns heran tastete. Sie schreckte auch nicht zurück als ich aufstand. Natürlich kann ich mir nicht ganz sicher sein das es Specki ist, aber der Gedanke ist einfach schön, dass sich Specki nach dem langen Winter in unserer Hecke einnistet. Mit ihr kommen immer zwei Männchen.

Mal sehen wie es weiter geht… 🙂

Mauerseglerkasten

Haus mit Mauersegler- und Fledermauskasten 1Heute haben wir an unserem Haus einen neuen Mauerseglerkasten angebracht! Unser Haus, sowie unser Garten bietet schon vielen Tieren wie Bienen, Fledermäusen, Spatzen, Meisen und Staren Unterschlupf. Und nun haben wir einen wunderschönen neuen Mauerseglerkasten am Haus hängen. So kann man tolle Naturspektakel beobeachten und sich an der Vielfalt erfreuen. Glaubt mir, es lohnt sich!

 

 

So schön können Vogelkästen sein:
Mauerseglerkasten am Boden 1Mauerseglerkasten nah

Grundlagen

Hier nun ein paar Tipps und Informationen wie man einen Mauersegler aufpäppelt oder aufzieht. Ich versuche auch in dieser Rubrik alle Information nach meinem besten Wissen aufzuschreiben und all diese Auskünfte habe ich selbst bei der Aufzucht der Mauersegler herausgefunden. Ich hoffe das sie auch bei euch so gut funktionieren! VIEL ERFOLG!!

Wie ich schon in der Rubrik „Erste Hilfe“ beschrieben habe ist Wasser, wie  für uns Menschen auch, überlebenswichtig. Am besten ist es wenn man eine kleine Plastikspritze hat, mit der man dem Segler etwas Wasser (Leitungs- oder aber auch Regenwasser) einflößt. Am besten man gibt einen Tropfen an den Rand des Schnabels, meist nimmt er ihn dann selber auf. Natürlich sollte man darauf achten, dass man ihm das Wasser nicht in die Nase „spritzt“. Sollte der gefundene Mauersegler kein Wasser aufnehmen, führt ihr die Spritze leicht am Schnabel hin und her. Natürlich ohne Druck! Wenn er dann den Schnabel leicht öffnet spritzt ihr ihm ein paar Tropfen (1-3) in den Schnabel. Diese schluckt er dann. Ich habe immer einige Tropfen Wasser zu jeder Mahlzeit gegeben. Meistens habe ich mit Wasser angefangen und auch wieder mit Wasser aufgehört.

-> Hier geht es weiter

Little WHITY

Little Whity auf der Hand->hier gehts zur Vorgeschichte
Am Telefon gab ich erste Anleitungen zu dem kleinen Segler. Wie er in den Hausflur gekommen war konnten sich meine Bekannten nicht erklären. Sie versuchten also ob er schon fliegen konnte, was nicht der Fall war und gaben ihm dann etwas Wasser. Im Anschluss machten sie sich direkt auf den Weg zu mir.

Der kleine Mauersegler war schwach und hatte deshalb die Augen die meiste Zeit geschlossen. Ich gab ihm nochmals etwas Wasser und dann fing ich wie gewohnt zu füttern an. Natürlich gab ich ihm nicht so viele Heimchen wie den ausgewachsenen Mauerseglern. Er fraß und danach machte er erstmal Pause. Er war sehr erschöpft. Wir vermuteten, dass er aus dem Nest geflüchtet war weil seine Eltern nicht genug Futter bringen konnten. Das Jahr 2012 war für Mauersegler, wie auch für andere Vögel schwierig. Sie fanden nicht genug Futter oder ließen ihre Kinder längere Zeit allein im Nest, während sie die Schlechtwetter-Fronten umflogen.

-> Hier geht es weiter

KRALLE

 KralleKralle saß wohl in einem Busch nahe dem Boden und machte keine Anstalten weg zu fliegen als Menschen kamen. Sie versuchten ob er fliegen konnte, was jedoch nicht der Fall war. Also entschieden sie ihn zu päppeln. Jedoch nahm er nach einigen Tagen überhaupt keine Nahrung mehr auf und sie bekamen Angst, dass er sterben könnte. Aus diesem Grund kam er zu mir. Nun hatte ich zwei ausgewachsene Mauersegler. Pico ging es besser als Kralle, was sich auch am Gefiedern zeigte.  Kralle hatte immer wieder Kot im Gefieder obwohl ich mich bemühte die Klopapierlagen sofort auszutauschen, aber er lief immer sofort dadurch.

-> Hier geht es weiter

PICO

Pico nah

Pico war ein ausgewachsener Mauersegler der in Gütersloh gegen das Theater geflogen ist und danach nicht mehr fliegen konnte. Zum Glück wurde er von aufmerksamen Passanten gefunden und nachdem sie ihn einige Tage aufgepäppelt hatten von Bekannten zu mir gebracht. Das war am 05.07.2012. Es hieß er würde keine Nahrung aufnehmen. Aus diesem Grund flößte ich ihm zuerst etwas Wasser ein und fing dann mit den kleinsten Heimchen, die in den Packungen vorhanden waren, an. Die Heimchen hatten die Bekannten schon gekauft und mir mitgegeben. Mit der Methode, die ich durch den kleinen Swift gelernt habe, klappte die Nahrungsaufnahme gut. Das Füttern machte ich im Allgemeinen draußen (auch damit keine Heimchen entwischen und durch die Wohnung hüpfen konnten :D). Ein Spatzenweibchen beobachtete die Fütterung jedes Mal sehr aufmerksam.

-> Hier geht es weiter

SWIFT

Swift

Swift war der erste Mauersegler den ich aufgezogen habe. Ein aufmerksames älteres Ehepaar hat den Kleinen in dem Garten unterhalb ihres Balkons gefunden. Sie wussten auch wo das Nest der Mauersegler ist, nämlich unterhalb der Dachpfannen in einem kleinen Schlupfloch. Gefunden wurde er am 11.07.2010. Ich und mein Freund Thomas hatten nach unserem Abitur viele Wochen frei und daher Zeit einen kleinen Vogel aufzuziehen.  Abgeholt und mitgebracht hat den kleinen Swift mein Stiefvater, der im Kreis Gütersloh einer der Ansprechpartner für gefundene Tiere ist. Er hat mir kurz erklärt wie man einen kleinen Vogel füttert und ihm etwas zu trinken einflößt. Danach haben wir den kleinen Vogel übernommen und ihn Swift getauft.

Swift jung auf der HandEr war noch sehr klein und jung als er zu uns kam, wie ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Er war noch sehr, wie ich sagen würde, plüschig :). Seine Federn waren alle noch im Anfangsstadium und er sah alles in allem etwas unbeholfen aus. Mir fiel es am Anfang auch sehr schwer die große Pinzette so weit in den kleinen Vogel zu stecken. Damit ich sicherer wurde brauchte der kleine Vogel auf meinen Schoß  einen Namen. „Swift“ ist der englische  Begriff für Mauersegler. Es ist zwar nicht der originellste Name, da ja alle Mauersegler auch Swifts sind, aber passte zu dem ersten Mauersegler dem ich versuchte zu helfen.

Swift war nun Mittelpunkt in meinem und in dem Leben meines Freundes, da er alle zwei Stunden in der Zeit von 7 bis 22 Uhr gefüttert werden musste.

-> Hier geht es weiter